084 Innenkommunikation zu Helferparanoia

Wenn du willst, dass es uns besser geht, musst du als Erstes aufhören, Gift zu nehmen,

wirft jemand aus ∑ich einen Satz über die Mauer in meine Erlebensrealität.

Ich kenne dieses Ich. Das macht es ab und an: Da kommt ein einziger Satz, immer radikal, immer markerschütternd, so dass alle aus ∑ich tagelang aus den Gleisen gehoben sind – mit Schmerzzuständen, Albträumen, Flashbacks, Schlaflosigkeit. Die Sätze sind zu … schlimm? … als dass ich Therapeutinnen davon erzählen würde wollen. Das ist mehr als alltägliches Trauma-Chaos… echt too much… nein, das soll man nicht erzählen.

Ich aus ∑ich versuche stets, einen Dialog anzukurbeln. Zurück kommt Schweigen. Alle aus ∑ich sind Tag und Nacht damit beschäftigt, Gegenargumente zu finden, damit ich das, was da über die Mauer geflogen kam, als gedanklichen Sondermüll entsorgen kann. Leichtfertig kann ich das nicht – ∑ich bin ja nicht unreflektiert.

„Wie meinst du das?“ – „Merkst du nicht, dass es gerade Kontakte mit dem sogenannten Helferwesen sind, bei denen du dekompensierst? Wir hatten den ganzen Monat drei Kontakte mit sogenannten Helfern: Die desaströse Abschiedstherapiestunde mit KR, das Telefonat mit der zornigen Ärztin und ihren diagnostischen Verirrungen und nun BG mit ihrer Diakomik. Der gesamte Monat ist hervorragend gelaufen – es gibt im Symptomtracking nur zwei rote Tage (1. und 3. Kontakt) und ein bisschen Turbulenzen rund um den 2. Kontakt. Der Monat wäre vollständig zufriedenstellend gelaufen, wenn du dir Kontakt mit Psy-Menschen verkniffen hättest.“ – „Hm.“- „Du musst aufhören, deren Gift zu trinken, wenn du willst, dass es dir besser geht. Siehst du das nicht?“ – „Ich gehe dort nicht hin, weil ich will, dass es mir schlecht geht.“ – „Das ist aber das Ergebnis, und zwar das zuverlässige, ganz unabhängig davon, wer dieser Psy-Mensch ist.“ – „Eigentlich erwarte ich Hilfe. Deswegen geh ich hin. Weil ich allein nicht weiter weiß.“ – „Ach, und du hast den Eindruck, die wüssten weiter?“ – „Ich hoffe es.“ – „Na dann sind wir uns zumindest soweit einig, dass du dort ausschließlich Hoffnung kaufst, aber weder Kompetenz, noch Erfahrung, noch einen stimmigen Behandlungsplan.“ – „Ich weiß nicht?“ – „Merkst du nicht, dass es immer wieder nach demselben Schema läuft?

  1. Du setzt Hoffnung in eine Person, die so tut, als könnte sie mit deinem Level an Traumaproblem oder gar DIS irgendwie umgehen.
  2. Die Person schlägt dir Maßnahmen vor, die du oft schon zigfach in Büchern oder im Internet gelesen hast, oder in über 10 Jahren Traumatherapie zum zigten Mal hörst – meist ohne jede individuelle Anpassung.
  3. a) Du strampelst dich ab ohne Erbarmen, um alle Übungen richtig zu machen, und stellst am Ende allermeistens fest: Die Maßnahme bringt nicht den gewünschten Erfolg. Du fühlst dich schlecht. b) Du bist mutig und verlässt die eingetretenen Pfade für ein Experiment, das der Behandler vorschlägt. Meistens gerät etwas außer Kontrolle (wie beim Zusammenbruch der Geschäftsführer und Dr. V.s Vorschlag oder der vollkommen verselbständigten apokalyptischen Scheibe mit KR, von der du nicht mal was mitbekmmen hast, trotz Tonbändern!)
  4. Wenn du die Fehlentscheidung triffst, das den Psy-Menschen zu feedbacken oder sie irgendwie einzubeziehen, dass etwas außer Kontrolle gerät, dann bekommst du immer – und zwar restlos immer, sogar von KR – drei Dinge retour: Vorwürfe, abstruse Diagnosekürzel oder Angriffe.
  5. Inzwischen kennen wir wohl 1000 Arten therapeutischer Abwehr. Und das ist das Gift, das du trinkst: Das macht dich fertig, das ist dein Nr. 1 Grund für Dekompensation.

Und ich will, dass das aufhört. Hast du mich verstanden?“ -“ Ich weiß nicht. Es liegt vielleicht an mir und nicht an denen. KR macht das normalerweise nicht nach dem Muster. Okay, das eine Mal in der letzten Stunde vielleicht. Aber sonst nicht.“ – „Schuld verteilen ist nicht hilfreich. Gehe davon aus: Sie sind alle unschuldig! Sie haben alle die besten Absichten! Schau dir nur das Tracking an und dann hast du es klar vor dir. Zieh endlich Konsequenzen, ich bitte dich! Und du weißt genau, was passiert ist, nach der letzten KR-Stunde!“ – „Nun hab ich endlich mit unfassbar großer Geduld und Ausdauer ein Helfernetz stehen, und du willst es kappen? Ich bin nicht sicher, ob das die richtige Entscheidung ist?“ – „Bitte, geh und trink noch mehr Gift von denen, bis du entweder dran verreckst oder gerade noch den Absprung schaffst wie bei der Klinik! Da bist du gegangen, nachdem du ein Messer drin stecken hattest! Der Gipfel der Dummheit! Dein Verhalten ist ein Sicherheitsrisiko! Wie du Helfern sabbernd nachjapst, ist ein Sicherheitsrisiko!“ – „Das mit dem Messer war ich nicht.“ – „Das ist doch wurscht, wer aus ∑ich das war! Dein Job wäre, Sicherheit für alle aus ∑ich zu gewährleisten! Und da machst du einen Sch§$%job!“

„Hm. Ich finde das gut, dass du mit mir sprichst. Aber mir gefällt nicht, was du sagst. Aber so ist das besser, als wenn du Sätze wie eine Granate unter den Tisch legst und dann abhaust. Damit schüchterst du alle aus ∑ich total ein. So wie beim letzten Mal, im November, als du gesagt hast:

„Helfer sind die verlängerten Arme von Tätern. Die bringen dir jetzt das bei, was Täter nie geschafft haben.“

Es ist besser, wenn du erklärst, was du meinst.“ – „Nachdem du mich offenbar ignorierst, versuche ich es jetzt halt mit Überredung. Was hält dich denn bei denen? Positive Berichte aus dem Internet?“ – „Ich weiß nicht. Ich hoffe, dass die Therapie der Platz ist, wo ich in sicherer Umgebung Dinge üben kann, die meinen Alltag leichter machen.“ – “ Würdest du die Klinik als sichere Umgebung in irgendeiner x-beliebigen Kategorie bewerten?“ – „Nein. In keiner einzigen Kategorie. Findet auch mein Knie. Plus die neuen Diagnoseideen. Kein sicherer Ort, das stimmt schon.“ – „KR selbst hat dich gefragt, wie du damit umgehst, wenn dein Mann Scheibentumult lostritt, wenn so etwas passiert wie mit der Kordel (066). Und du hast korrekt geantwortet: Sowas ist in 20 Jahren mit ihm noch nie passiert. Und hinterher hast du tagelang versucht, ein vergleichbares Beispiel aus dem Alltag – Freunde, Arbeit, Kind – zu finden – ohne Ergebnis. Es ist der Psy-Menschen-Kontakt, irgendetwas am Setting, an der Machtposition, an der Art, wie sie übergeneralisieren, übertreiben an den einen Stellen, bagatellisieren an anderen, an der Art, wie sie dir erkären, was du anders machen sollst ohne jede Ahnung, welche Konsequenzen ihre Vorschläge haben könnten. Ich weiß es auch nicht. Ich hab nur die Statistik der Symptome – und die ist eindeutig! Sie fügen Probleme hinzu, sie fügen sogar ganze Problemfelder hinzu, die außerhalb einer Therapiesituation noch niemals aufgetreten sind. Und kassieren einen Haufen Geld für die Behebung von Problemen, die du ohne sie gar nicht hättest.“ – „Stopp! Ich will das nicht hören! Ich will nicht ganz allein sein mit meinem DIS-Chaos!“

„Menschen sind generell gefährlich. Ich verstehe sowieso nicht, warum du bei denen Hilfe suchst, wo es das Internet und Bücher gibt! Das ist 1000x sicherer!“ – „Wie wäre denn dein optimaler Umgang mit Menschen?“ – „Na, gar keiner!“ – „Du würdest dich also mit niemandem mehr treffen, wenn du die Alleinherrschaft über den Körper hättest?“ – „Genau.“ – „Was ist mit der Arbeit? Dort sind auch Menschen.“ – „Auch da – Menschen: nein, danke! Ich verstehe nicht, warum du dich irgendeinem Menschen aussetzt.“ – „Aber Menschen machen auch Freude.“ – „Freude. Ha.“ – „Kannst du damit nichts anfangen?“ – „Nein, zu Freude hab ich keinen Zugang. Das ist ein Luxus-Ding aus meiner Sicht. Ich bin für Sicherheit. Und aus Sicherheitsgründen sollten wir keinen face to face Kontakt mit Menschen haben.“ – „Das wird ein recht einsames Leben.“ – „Kauf dir einen Hund, wenn du einsam bist. Oder einen Fernseher, da kannst du dir Menschen anschauen – und jederzeit ausschalten. Im Echtleben sind Menschen permanent grenzüberschreitend, laut, unberechenbar und mühsam.“ – „Findest du I. auch so?“ – „Nein, der nicht, der kann bleiben.“ – „Und meine Freundinnen?“ – „Müssen wir das nun ausdiskutieren? Das führt zu nichts. Du willst Menschenkontakt für Freude, ich will keinen Menschenkontakt für Sicherheit. Ich kenn mich nicht aus mit Freude, aber ich hätte nichts dagegen, wenn du die generierst über einem Spaziergang durch den Wald oder einem Fünfgangmenü.“ – „Das ist nicht dasselbe.“ – „Schau, wegen mir kannst du alle Menschen behalten, sofern der Kontakt mit dem einzelnen im Symptomtracking nicht eindeutig mit Selbstmordplänen oder stuporöse Zuständen korreliert. Aber Psy-Menschen sind die reinste Katastrophe im Tracking, daher gehören sie aus unserem Leben entsorgt. Sag ich dir seit November. Wenn Hoffnungslosigkeit in dir aufkeimt, gehst du zu einem Psy-Menschen, der dir dann Gift gibt zu trinken. Nicht absichtlich – aber nachdem du zielsicher jeden Therapeuten frustest, und was er im Frust tut bei dir als Gift wirkt… Hör auf damit.“ – „Ich denk drüber nach.“

Fortsetzung folgt

Innerer Krieg – jedem ist „seine“ Entscheidung viel wert – und jetzt? Kommentar? Gern!

Bildnachweis: Pixabay – mikezwei

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17 Kommentare Gib deinen ab

  1. Birke(von)Zeitenmosaik sagt:

    Mensch, da wollt ihr ja beide das gleiche… oder? Leben… Leben ohne Angst… da hat jemand Angst, glaub ich… Angst vor den Selbstmordplänen und Angst vor den stuporösen Zuständen… denn dies soll aus beiden Sichtweisen verhindert werden… nur… die Wege sind noch unterschiedlich 🙂

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    1. Genau. Daher auch innerer Krieg, the stakes are high – sowas wird kein normaler Konflikt, wenn jede Partei glaubt, es geht ums Überleben.

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  2. echtjetzt? sagt:

    Puh, das ist ja mal ein starker Verhandlungspartner oder Partnerin. Mir fällt dazu leider nicht viel ein, außer, dass ich mitfühle, dass es anstrengend und verwirrend sein muss.

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  3. Um jetzt mal ganz auf der Sachebene zu bleiben. Die Argumente mit dem Symptomtracking und Psy-Kontakte sind logisch. Da wäre meine Idee auch, besser lassen.
    Die Frage ist aber dann, in Zeiten vor oder dauerhaft ohne Psy-Kontakte, müsste dieser Logik folgend, jeder Tag ohne nennenswerte Symptome gewesen sein? Wenn dem nicht so ist, was ich mal vermute, denn sonst wäre Therapie ja keinem in den Sinn gekommen 😉, dann ist es eine Schlussfolgerung, ohne Berücksichtigung aller Aspekte. Meinen Auch-Ich’s könnte man damit kommen, wenn etwas nachweislich nicht wirklich schlüssig ist, besteht Bereitschaft zur Diskussion.

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    1. Hallo,
      dieses Fragen sind schwer zu beantworten – weil ich das Symptomtracking erst kurz vor der Klinik wirklich konsequent geschafft habe zu machen. … und ich weiß (!), dass viele Symptome nicht in meiner Erinnerung bleiben. Sicher sagen kann ich aber, dass ich tatsächlich mehrere Jahre lang keinen einzigen stuporösen Zustand hatte; das hat erst in der Klinik wieder angefangen. Seit ich raus bin, ist das kaum mehr vorgekommen. Suizidalität wird tatsächlih durch Therapiestunden stark angekurbelt, bzw. erst ausgelöst, und das war schon 2016 so: Ich erinnere, dass ich mich nach Therapiestunden 1-2 Tage nur noch umbringen wollte. Wenn die Therapiestunden ausgefallen sind (was ja ständig passiert ist), hatte ich diese Probleme nicht. Ich hatte das auch meiner damaligen Therapeutin gesagt, sie hat das aber… ich weiß nicht? … ignoriert eigentlich?
      Nenneswerte Symptome habe ich auch so, aber Katastrophentage sind eben die mit „nur noch am Selbstmord planen“ (den ich eh nicht umsetze, also das ist schon klar, aber es sind trotzdem keine schönen Tage) und eben diese Erstarrungsanfälle; alle anderen Symptome wie nciht schlafen können, können echt anstrengend sein, aber das ist nicht dasselbe Level. Therapie mache ich wegen dieser „echt anstrengend“ Symptome, aber lt. Tracking sind die definitiv schlimmer als ohne Therapie.
      Mein Problem ist halt, dass es eben leider schon schlüssig ist. Wenn man nur das Tracking anschaut, verschlimmert die „Hilfe“ das Gesamtproblem drastisch. Und ich weiß nicht warum. = Ich weiß nicht, was ich ändern muss.

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      1. Birke(von)Zeitenmosaik sagt:

        Hi, vielleicht den Blick nochmal auf andere Symptome als Erstarrungsanfälle und Suizidgedanken richten… wie Amnesien oder so… und dann entscheiden, will ich dafür Therapie machen, dass da etwas anders wird… für die „krassen Sachen“ scheint die Logik ja klar zu sein: Keine weitere Therapie… doch was kommt nach „krass“?? Kommt da schon: Kann ich mit leben?…. dann keine Therapie… kommen da noch andere Sachen, die belasten und „therapiewürdig“ sind, dann ist es einen weiteren Versuch wert und diese Symptome werden getrackt und geschaut, ob sie sich verändern mit Therapie?!?

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        1. Ja, so ungefähr ist die Entscheidung: Wegen GELBEN Symptomen zur Therapie, und dort dann aber permanent ROTE Symptome auslösen… Klar hätte ich die gelben Symptome gern los, aber die ROTEN will ich kauf keinen Fall. lg

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  4. Lisa sagt:

    Hallo S., irgendwie kann ich deinen Kommunikationspartner gut verstehen und sehe es gerade genauso. Oft bin ich mir auch so vorgekommen als hätten sie ihre Ideen, Vorstellungen und Erwartungen in mich hineingepflanzt und Dankbarkeit dafür erwartet. Sehr oft blieb die erhoffte Hilfe aus. Was blieb sind wiedermal Enttäuschungen und Schmerzen. Das mit dem Gift stimmt meines Erachtens. Leider führt das zu oft in Einsamkeit und der Weg daraus ist schwer. Ganz liebe Grüße Lisa

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  5. Die Sturmreiter sagt:

    Hi S,
    schon lustig, die gleichen Diskussionen führen wir auch grad ohne Ende, allerdings wegen einer lange (18 Jahre) als sicher geglaubten Freundschaft…
    Die Sicherheitsfanatiker und Autonomen gegen die Bindungsjunkies…
    Die Argumente sind sich sehr, sehr ähnlich und die, die Bindung gerne hätten, wissen auch nicht so recht, was sie als Gegenargument bringen sollen…
    Blöde Situation!
    Man kann nicht mit, aber ohne geht’s auch nich.
    Bei der Therapie wars ähnlich. Auch wir hatten oft das Gefühl, dass das, was wir wollten, voll bescheuert war. In den Augen von Frau Dr.R.
    Dabei wars gar nichts Schlimmes in unseren Augen. Wir wollten nich fusionieren, sondern hatten den Wunsch geäußert, ein gut funktionierendes Team zu werden. Außerdem hätten wir es gut gefunden, wenn Sie uns mit unserem Namen angeredet hätte. Aber nein, hier Frau B, da Frau B, trotz des Hinweises, dass Frau B nich im Angebot is, weil abgemacht war, dass wir dran sind.
    Kinderkacke, ich weiß.
    Aber nich mal das hat sie [Anm. abwertendes Wort entfernt] gekriegt.
    Fusionieren würde nun mal von der Krankenkasse verlangt. Und wenn man das nicht wollte, würde man ja nicht gesund werden wollen! Wie böse von uns! Als wir dann sagten, es wäre ja wohl unsere Entscheidung, wie wir leben wollten, meinte sie, man könne einem Alkoholiker ja auch nicht erlauben, einfach weiter zu trinken.
    Gut, kann man so sehen, muss man aber nich.
    Da sie das dann wohl auch genauso in ihrem Gutachten geschrieben hat, wurde die Therapieverlängerung abgelehnt – drei Mal…
    Nu ja, weg mit Schaden!
    Auch wir hatten schon echt kein Bock mehr auf den Sch&% 🙂
    Aber dann hat uns ne Freundin eine Frau von der Ehe- und Familienberatung empfohlen und die is echt cool und auch hilfreich.Ich weiß auch nicht warum, aber is so.
    Die redet mit uns und nimmt uns ernst und interessiert sich einfach und hilft uns – keine Ahnung, zu verstehen, glaub ich. Und was wir dann damit machen oder nich machen, is unsere Sache.
    Soo erleichternd!
    Endlich nich mehr das Gefühl zu haben, man müsse was machen, was einem quer runtergeht…
    Hoffentlich bleibts so!
    LG A

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    1. Spannend… ich hatte solche Innenkommunikation noch NIEMALS mit jemandem im echten Leben (meinem Mann, meinem Kind, Freundinnen, Arbeitskollegen etc.). Ich kenne das wikrlich NUR von Therapeutenbeziehungen. Aber inzwischen weiß ich, was genau die Unterschiede sind in den Beziehungen und das hat mir dann echt geholfen. Kommt dann bei 095/096. 🙂 Hat also länger gedauert, bis ich das klar hatte. 🙂 lg

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  6. Die Sturmreiter sagt:

    Nu ja, vermutlich bist du nicht so bindungsgeschädigt wie wir :):)
    Und vermutlich hast du keine Freunde, die ne DIS haben, und deren Bindungsprobleme sich mit unseren nicht mehr soo gut vertragen, seit unsere sichtbar(er) geworden sind…
    Jedenfalls freuen wir uns mit dir (manche sind auch feste doll neidisch:), dass du so wirklich tolle Leute an deiner Seite hast. Lass dir das bloß nicht madig machen, so was ist ein großer Schatz!
    Sind echt neugierig auf 095/096…
    LG A

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  7. Hallo Sturmreiter,
    nein, ich lasse mir das nciht madig machen, auch wenn das von Psy-Seite immer wieder kommt: „Sie manipulieren Ihren Mann.“ (Akut-Psychiatrie vor ein paar Jahren), „Sie idealisieren Ihren Mann.“ (2018) Wie gesagt: Alles, was gut ist, wird schlecht gemacht. – Ich geht da nicht mehr mit.
    Nein, ich habe keine Freundin mit DIS – ich hätte sehr gern eine, ehrlich gesagt. Es wäre mir lieber, Echtlebenkontakte zu haben, statt virtuelle.
    LG s.

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  8. Die Sturmreiter sagt:

    Ja, es ist toll, jemanden zu kennen, dem es ähnlich geht.So einiges muss man nicht erklären, weil die andern zumindest ahnen, was so im Innen abgeht. Grad wir Innenleute findens toll, Kontakte in unserem Alter zu haben, besonders die Kleinen. Wenns allerdings kriselt wie grade… Ich wag mir kaum auszumalen, was deine Sicherheitsscheibe dazu sagen würde…:)
    Schon nich einfach, wenn da welche noch befreundet sind, andere aber einen ordentlichen Sicherheitsabstand brauchen, weil man sich neuerdings total gegenseitig triggert…
    Auch wir haben die sehr „idealisiert“, deswegen ist es jetzt umso schlimmer, vor allem, weil wir uns da immer sicher gefühlt haben. Unsere Beraterin meinte dazu, wir suchten eine symbolische Beziehung, und wir glauben, sie hat da nicht so ganz unrecht. Puh. „Erwachsene“ Freundschaften sind gar nicht so einfach, wenn beide Parteien ihr Päckchen zu tragen haben…
    LG Ari

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    1. keine Beziehung ist jemals immer einfach, auch Einsmenschbeziehungen nicht… auch unter F-Diagnose-freien Menschen nicht… man sollte das nicht überpathologisieren… lg s

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  9. Ich war total fasziniert von diesem Beitrag. Geht es mir doch sehr ähnlich, dass solche Innenleute mir fast 1:1 sowas erzählen und manchmal glaube ich auch, dass sie recht haben. Zur Zeit zumindest mal wieder, da frage ich mich auch ob die nicht recht hat, die da sagt: Siehste jetzt geht es Dir wieder so schlecht, bist völlig hoffnungslos und willst wieder abhauen auf den Planeten wo Du hergekommen bist. Und alles nur weil Du wieder mit diesen Psychotanten rummachst. Wann lernste denn das mal, dass die alles nur schlimmer machen.
    Ja und dann denkt die Mehrheit in uns: ja die hat ja so recht. Na ja wir haben die 33 Jahre ohne Therapie ja auch nicht ohne Krisen gelebt und der Tod ist immer neben uns marschiert…. aber solche Rückfälle wie in jungen Erwachsenenjahren wo wir immer in der Psychiatrien aufgeschlagen sind, wegen Suizidversuchen, hatten wir lange nicht mehr. Jetzt ist es so, dass wir denken es fehlt nicht mehr viel. Danke für den Beitrag, darin fühle ich mich wenigstens nicht mehr so allein.
    Iss nun Therapie schädlich für uns oder nicht? Ob wir es je wissen werden?

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  10. emilia2012 sagt:

    alter Beitrag, ich weiss, aber nach diesem habe ich gesucht. Ich habe einen Mauerwerfer, der aber nicht so kommunikativ ist wie Deiner und einen Anteil der sich durchbombt wie Dein Anteil jenseits der Mauer. Ich bin jetzt 44 Jahre alt und habe die Erfahrung gemacht: jedesmal wenn sich DIESER Anteil zeigt (sonst ist sie stumm) hat sie auch Recht. Diesesmal wieder. Habe ich drauf gehört? Nein. Hat es mich fast 2 Meter unter die Erde gebracht? Ja. Höre ich in Zukunft auf diesen Anteil? Ich denk, ich habe es jetzt begriffen.

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    1. … wenn ich immer auf diesen Anteil hören würde, wäre ich ziemlich einsam, wie man in dem Text liest. 🙂 Alles Liebe s.

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