168 Hilfe für Sprichtnicht

Vor einiger Zeit habe ich erzählt, dass im Januar zwei Mal eine sprachlose Version von mir in der Therapie war. (154) Seit dem (oder dadurch?) sind einige gute Dinge passiert:

Pläne. Ich hab ja Mai 2017 bis Januar 2018 aktiv unermüdlich etwas gesucht, was dieses Ich mag oder wofür es sich interessiert (abgesehen davon, still zu sitzen und Uhren anzustarren, auf denen die Zeit vergeht), bis ich dann ein paar Musikstücke und das Stofftier gefunden habe. Gestern hab ich endlich, endlich etwas gefunden, wofür sie sich begeistert: Sie will Gebärdensprache lernen, weil sie dann nicht reden muss. Ich habe „sie“ (mich?) für den nächsten Kurs angemeldet. Bis dahin schaut sie Youtube Tutorials und macht einen online Kurs. Sie hat gestern ein einziges Video geschaut und konnte nach einmal Sehen alle Wochentage und alle Monate (und das ist echt nicht gerade logisch aufgebaut…). Ich finde, das ist das Beste, was in der Innenwelt passiert ist seit langem: als hätte man ein Kind, das noch nie etwas anderes tun wollte, als die Wand anzustarren, und jetzt auf einmal raus will. Ich könnte heulen, allein schon, weil das so lange gedauert hat.

Ich mache mir ein bisschen Sorgen, ob ein Kurs das Richtige für sie ist. Wird sie dort klarkommen? In der Vergangenheit konnte sie sich in Anwesenheit von Menschen nicht oder kaum bewegen. Gestern hat sie dazu gemeint: Sie kann die Hände bewegen, wenn jemand dabei ist, aber sie kann nicht sprechen. Wir werden sehen. Ist ihr klar, dass sie dort eine Sprache lernt, die niemand im Alltag verstehen wird?


Namen. Sofort als der Blogartikel mit dem Titel „Sprichtnicht geht zur Therapie“ online ging (Wochen, nachdem ich ihn geschrieben hatte), meldet „sie“ sich: Es gefällt ihr nicht, dass ich sie Sprichtnicht getauft habe. Das ist kein Name. Das ist blöd. Es ist noch nie passiert, dass sie eine Beschwerde äußert. Sensationell! „Ich freue mich, dass du mir sagst, wenn dich etwas stört. Ich mache nicht absichtlich blöde Dinge. Entschuldige. Wie magst du denn heißen?“ frage ich ohne Hoffnung auf eine Antwort. „Hermine,“ denkt sie zurück. „Okay. Und so willst du auch im Blog genannt werden oder ist das geheim?“ frage ich, weil Stein des Anstoßes ja ein Blogartikel war. – „Namen sind da, um angesprochen zu werden. Geheim ist doch blöd bei Namen.“ Huch, da hat wohl jemand eine klare Meinung.

Ich bin geflasht. Ich will eigentlich ein bisschen raunzen: „Nun ist es so weit. *jammer* Jetzt habe „ich“ einen anderen Namen als in meinem Pass! *flenn* – „Stell dich nicht so an!“ streitet es in meinem Kopf. „Ich stelle mich schon seit zwanzig Jahren nicht mehr mit dem Namen vor, der in meinem Pass steht!“ – „Ja, abgekürzt! So wie man aus Waltraud Traudi macht. Aber Hermine ist was anderes.“ Hm.


Erste Einheit Gebärdensprache-Kurs. „Du kannst jederzeit weglaufen oder abgeben, wenn es dir dort nicht gefällt,“ denke ich besorgt um sie, als ich die Tür zum Unterrichtsraum öffne.

Wir sind nur zu viert und alles Frauen. Sie kann ja schon eine ganze Menge, und nach ihrem Namen gefragt buchstabiert sie H-e-r-m-i-n-e schneller, als irgendeine Kurskollegin lesen kann. Ich aus ∑ich beobachte das und bin … schockiert? Haben „wir“ gerade gelogen? Bauen „wir“ gerade ein Doppelleben unter einem falschen Namen auf? Ich beschließe, meine Schuldgefühle später zu pflegen und lasse sie „sein“.

Als Beobachterin kann ich fühlen, wie es ihr geht. Sie ist so … zufrieden! Sie fühlt sich so … sicher! Weil es garantiert niemanden gibt, der sie in den nächsten zwei Stunden zum Sprechen zwingt. Sie fürchtet sich nur vor der Pause – vor möglichem Angesprochen-werden.

Eine Kurskollegin möchte der Lehrerin etwas sagen. Die hört nichts und versteht nicht. Hermine mischt sich ein *OMG!!!* und gebärdet: „Sie arbeitet mit Kindern mit Behinderung.“ Nur Behinderung muss sie buchstabieren, den Rest kann sie schon richtig. Die Lehrerin versteht sie. Sie freut sich. Ich bin baff. Zu einem späteren Zeitpunkt sollen wir uns gegenseitig Fragen stellen. „Magst du Tiere?“ / „Wohnst du in einem Haus oder einer Wohnung?“ / „Magst du Kinder?“ bombardiert sie eine Kurskollegin mit Fragen. *kreisch* Mir ist die Entwicklung zu schnell. Heute vor einem Jahr saß sie auf einer „Traumastation“ in der Morgenrunde. Sie konnte niemanden ansehen, und die Angst sprechen zu müssen ließ sie gleich in der ersten Woche viermal in eine Starre kippen. Daraufhin wurden (für uns alle) die Neurolekptika beinahe verdoppelt. Und heute behauptet sie sich in einer Gruppensituation mit Erwachsenen? Kneif mich einer. „Wir“ haben an dem Tag nur 40% der Neoroleptika intus, die wir damals wegen Hermine nehmen mussten. Gebärdensprache statt Psychopharmaka – darauf muss man erstmal kommen.

Im Kurs selbst lernt sie nichts Neues, abgesehen von den Vokabeln für Bett, Brücke, Baum und Flasche. Die Kursbeschreibung forderte „geringe Vorkenntnisse.“ Den Starktpunkt der ersten Einheit und die Entwicklung anderer Sprachkurse in die Zukunft projizierend, rechne ∑ich nicht damit, dass ∑ich in diesem Kurs etwas lerne, das ∑ich nicht schon kann. In der Vergangenheit bin ∑ich in solchen Fällen zur Sprachschule gegangen mit der Bitte, man möge mich in den passenden Kurs sortieren. Das hat immer gut geklappt. Es wäre fürs Alltagsteam schlecht erträglich, im falschen Kurs zu sein: langweilig! Zeitverschwendung! Geldverschwendung! Ich werde mich nicht im Sekretariat melden. Ich werde sie diesen Kurs mit drei Frauen und einer netten gehörlosen Lehrerin machen lassen, als einen Ort, wo sie sicher sein kann.

Es ist schön, sie lächeln zu fühlen. Es ist schön, dass sie sich einen Namen ausgesucht hat. Es ist schön, dass sie Pläne macht und sich freut. Es ist schön, dass sie einen Platz für sich gefunden hat. Es ist schön, dass wir knapp zwei Jahre nach der DIS-Diagnose langsam ein Miteinander finden.


Findest Du das schlimm? Kursanmeldungen unter falschem Namen?

Bildnachweis: pixabay / stocksnap // Leserbriefe zu diesem Beitrag // Weiterlesen zum Gebärchensprache-Kurs

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33 Kommentare Gib deinen ab

  1. lunis sagt:

    Mir geht das Herz auf das zu lesen. Ich hab Tränen in den Augen. Wie Wunder wunderschön.
    Nein ich finde nix dabei einen anderen Namen zu benutzen. Absolut nicht.
    Ist doch nur ein Kurs und ist doch absolut egal, wie man sich da nennen lässt.
    Wir haben auch mehrere die nicht sprechen und eine, die ist 9 wünscht sich schon lange Gebärdensprache zu lernen und wir haben uns nie getraut.
    Ich glaube, nach dem ich das hier gelesen habe, muss ich darüber nochmal nachdenken.
    Danke dafür.
    Ich find’s toll!

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    1. Gern. 🙂 Ich war auch sehr gerührt beim Schreiben, ehrlich gesagt. Ich bin echt überrascht, wieder einmal. Ich denke immer, ich stehe mit meinen Kompliziertheiten allein da – ich bin die einzige mit einer Sprichtnicht-Scheibe. (in Leserbriefe migriert)
      Ich freu mich auf Deine Erzähleungen vom Kurs! lg s

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  2. Pauline-s sagt:

    Wir haben ähnliche Innenbewegungen erlebt, als eine unserer Sprichtnichte das Lormen für sich entdeckt hat. Ohne Kurs allerdings, aber mit ähnlich emanzipatorischen Effekten wie bei Euch. Wunderschön, das von Euch zu lesen.

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    1. interessant, lormen! Man kann sie leider wirklich gar nicht (!) anfassen, also nirgends. Man kann sie problemlos an den Haaren von A nach B schleifen, weil sie das nicht berührt, aber nicht anfassen.

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      1. Pauline-s sagt:

        Lormen ist halt ne ziemliche Rettung, wenn hören UND sehen sehr eingeschränkt sind.

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  3. geisterkinder sagt:

    Heute war bei uns A. in der Therapie, die auch nicht sprechen kann und sie hat auch ihre Angst geäußert in Situationen zu geraten, in denen erwartet wird dass sie spricht. (Sie kommuniziert in der Therapie durch Schreiben.) Das kam auch schon häufiger vor und war jedes Mal schlimm, weil die wenigsten Menschen ja wissen dass es uns alle überhaupt gibt und dass A. eben nicht sprechen kann. Gerade deshalb finde ich es total schön zu lesen wie ihr einen Weg gefunden habt mit diesem Problem umzugehen. Und ich finde es überhaupt nicht schlimm dass ihr euch mit einem falschen Namen angemeldet habt. Wobei der ja nicht mal falsch ist, wenn diejenige bei euch so heißt dann ist das ja ihr richtiger Name. 😉 Wir haben auch schon mal überlegt so einen Kurs mitzumachen, aber bisher haben wir uns noch nicht getraut. Aber vielleicht ja irgendwann mal.
    Liebe Grüße 🙂

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    1. Wow, ich bin beeindruckt, wie geduldig Du mit Dir bist. Mein Alltagsteam würde in der Therapie ausrasten, wenn jemand dort schreiben würde. Geht viel zu langsam. Zeitverschwendung. Jaaaaa, mein Alltagsteam ist ganz schön anstrengend für andere aus ∑ich. Freu mich auf Deine Kurserzählungen… alles Liebe, s.

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  4. Pauline-s sagt:

    Zu dem Namen wollte ich noch sagen, dass es ganz normal sein kann, dass Leute ihren Namen verändern: Abkürzen, Verniedlichen, ganz ummodeln oder einen Künstlernamen wählen. Ist doch gar nicht so seltsam und vor allem jedem selbst überlassen, welchen Namen er/sie für sich gut findet.

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    1. sehr entspannte Einstellung! Ich hab halt irgendwie einen Lügner-Betrüger-Komplex. 🙂 lg

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      1. Pauline-s sagt:

        Wie würdest du denn reagieren, wenn beruflich oder privat ein Gegenüber hättest, das sich z.B.als Toni vorstellen würde, obwohl im Pass ‚Martin‘ steht? Würdest du da von Lüge und Betrug ausgehen? Würdest du was Böses vermuten?

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        1. Das ist bei mir schwierig beruflich, weil ich da Zahlungseingäge von der Bank habe. Wenn die Bankdaten manipuliert wurden, wäre ich schon skeptisch, wenn ich das merke. Wenn der Name am Zahlungseingang nicht übereinstimmt mit dem, was in den Mails steht, noch dazu bei einem Mann, wäre mir nicht wohl, weil ich miene Geschäftstermine i.d.R. allein mit der Person habe. Ich will nicht irgendwo im Industriegebiet 2. Reihe eins übergebraten kriegen oder so. Daher wäre ich beunruhigt beruflich.
          Privat würd ich sicherlich nachfragen, wie das gekommen ist. Bei einer Frau sicherlihc ohne Beunruhigung, eher aus Interesse, wie sowas kommt. Mit einem Mann allein privat treffe ich mich nicht, das kann ich nicht einschätzen. lg s

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        2. Pauline-s sagt:

          okay, war ein doofes Beispiel, männliche Vornamen zu nehmen. Da kann ich die Skepsis und Vorsicht verstehen, privat wie beruflich. Ich wollte einfach darauf hinaus, dass es bei einem Gegenüber vielleicht völlig easy sein könnte, wohingegen man sich selbst gegenüber weitaus größere Probleme spürt.

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        3. stimmt. 🙂 auf mich vermutlich zutreffend. 🙂

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  5. Pollys sagt:

    Finden wir total toll und anrührend.

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  6. Wie wundervoll. Ich finde es nicht schlimm, dass sie sich als Hermine im Kurs gemeldet hat. Das ist ja keine Lüge oder Handlung, die jemanden schadet. Viele Leute nennen sich anders, haben Spitznamen o.ä. ich bin einfach froh, dass ihr und Hermine die Gebärdensprache für euch gefunden habt. ❤

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  7. lunis sagt:

    Aber ich frage mal doof ja?
    Wie ist denn das weil die Menschen da draußen die können die Gebärdensprache ja nicht. Die meisten nicht. Und dann kann man wieder nicht mit denen reden oder kann deine Thera das und dann mit Hermine reden?
    Das zu können wäre ganz toll aber wenn die anderen mit denen man sprechen möchte vielleicht nicht dann ist doch auch wieder doof. Ich glaube deswegen wird so was hier als Zeitverschwendung angesehen.
    Und wenn man das nicht selber benutzt vergisst man ja auch ganz schnell wieder alles mögliche.
    Also nicht falsch verstehen. Ich finde das toll. Das sind halt nur meine Bedenken
    Wobei ich grade nicht weiß wer dieses ich eigentlich sein soll.

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    1. Spiegelsplitter sagt:

      Aber in diesem Kurs trifft Hermine auf Menschen, die das können oder lernen und hat somit soziale Kontakte und die Möglichkeit im Außen zu sein. Therapie ist da sicher noch mal ein anderes Thema, aber Therapie ist ja auch nicht alles. Ich finde es toll, dass sie das macht.

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      1. lunis sagt:

        Nach ich finde das doch auch toll. Das war doch gar nicht böse gemeint siehe meinen ersten Kommentar. Nur ist so ein Kurs ja auch recht schnell zu Ende….das macht MIR für uns Sorgen

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        1. Hallo Lunis, ich hab’s gar nicht böse verstanden, was Du geschrieben hast. Im Gegenteil, es waren genau meine (skeptischen) Gedanken dazu. 🙂 Ja, der Kurs hatte nur 5 Treffen, und das war für den STart echt gut so. Danach konnte ich evalulieren, ob ich das weitermachen kann / will. Den folgekurs kann ich nicht machen, weil ich geschäftlich an dem Tag zu viel unterwegs bin und zu viel versäumen würde. Ich werde aber den Anbieter wechseln, weil der Wochentag für mich nicht ideal war, und dort dauert der Kurs das ganze Semester. Ich freue mich drauf! Ganz lieben Gruß, s.

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  8. diesturmreiter sagt:

    Oh hallo,
    ich hab einen Freund, der wohnt in einem anderen System und der konnte auch nich hören und sprechen.
    Ein paar von den andren bei dem können aber Zeichensprache.
    Zum Glück 😊
    Ich hab den beim SMS schreiben kennengelernt und nu schreiben wir uns Briefe, wenns dem gut genug geht, weil die haben auch ganz doll viel Stress.
    Wir haben uns auch schon mal in echt getroffen und dann hat er mir ein paar Sachen gezeigt, also wie man mit den Händen spricht.
    Aber ich kann mir das nich so gut merken und die meiste Zeit haben wir geschrieben 😊

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    1. Wow, das ist noch schwieriger, wenn man nicht hören kann. Hermine kann hören. lg

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  9. Anmatis sagt:

    Ich finde das so toll das sie etwas für sich gefunden hat,das ihr gut tut. Und auch wie ihr zusammen arbeitet, finde ich immer wieder lesenswert.
    Bei uns gibt es auch bis jetzt 2 die nicht reden. Eine davon taucht auch öfter in der Therapie auf und die thera ist da total verständnisvoll. Sie redet ganz lieb mit ihr und bot ihr an mit Puppen die dort sind,ihre Geschichte zu erzählen. Oder sie schweigen auch gemeinsam und sie hat dann endlich mal das Gefühl nicht allein zu sein. Und angenommen so wie sie ist!
    Ach und mit dem Namen finde ich keine Lüge, denn Sie heißt doch so und es ist IHR Kurs.

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    1. Hallo Anmatis, wow, das klingt schön. Wie geht’s den anderen bei Dir, wenn sie in der Therapie ist? Das ist bei mir nämlich ziemlich schwierig… lg s

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  10. Anmatis sagt:

    Ja ich finde auch,das die thera da immer einen recht guten Umgang findet,also mit Abstand betrachtet sehe ich es so.
    Na ja und so oft ist sie nicht da.Aber wenn, dann ist jemand der total neidisch ist,weil sie gesehen wird. Aber es gibt auch Kommentare wie: boah jetzt macht sie sich wieder wichtig mit ihrer schweigeummer.
    Und welchen die es einfach nur peinlich finden,das nicht geredet wird.Auch ängstliche,weil man doch antworten muss,sonst gehorcht man ja nicht und das geht nie gut aus.
    Aber eine ist da die sich für sie freut,das sie sich traut so zu sein wie sie ist. Ich kenne ja (noch) nicht so viele oder habe (noch) keinen Zugang oder kann sie nicht auseinanderhalten, deswegen kann ich nur von den wenigen was sagen.

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  11. Was für ein toller Beitrag! 😊
    Gebärdensprache für nicht sprechende Innenpersonen finden wir richtig klasse! Darauf wären wir gar nicht gekommen, aber ich stelle fest, dass es eine sehr positive innere Resonanz dazu gibt.

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    1. Sagst du damit, du hast auch eine sprichtnicht? Fortsetzung über Hermines Abenteuer im Kurs gibt’s am Freitag. 🙂

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  12. vielividuum sagt:

    Hier gibt’s auch Sprachlosigkeit…

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    1. Oh nein, das tut mir leid…

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      1. vielividuum sagt:

        Ist schon okay, denke ich ☺

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  13. Wintersonnenzauber sagt:

    Wir kennen vor allem das „Problem“ mit dem sich-vorstellen … der Passname wird am Telefon komplett automatisiert aufgesagt. Aber wenn wir uns jemandem von Angesicht zu Angesicht vorstellen? Dann ist in der Regel Frontfrau Nr. 1 da (sag ich jetzt mal so – ansonsten könnte man die Funktion auch als Leinwand- oder Bühnen-Persönlichkeit beschreiben … halt einfach als Abgrenzung zu anderen aus dem Alltagsteam). Hier haben die meisten eigene Namen. Manchmal sind nur Buchstaben bekannt oder nur eine „Zustands- oder Funktionsumschreibung“. Aber wie gesagt, beim Vorstellen von Angesicht zu Angesicht kommt fast ebenso automatisch der Name von Frontfrau Nr. 1. Und ähnlich wie bei Sonrisa und Hermine sind die Namen absolut unähnlich – die einzige Gemeinsamkeit ist die ungewöhnliche Schreibweise. Natürlich kommen da dann auch mal Fragen. Wenn in der Klinik dann ein anderer Name auf dem Essenstablett steht. Wenn beim Praktikum nicht nur der Nach- sondern auch der Vorname irgendwo eingetragen ist. Wenn in der Anwesenheitsliste vom Jobcenter ein anderer Name eingetragen werden muss, weil das offizielle Dokumente sind und bei Verdacht auf einen Coronafall schnell alle benachrichtigt werden müssen. Und natürlich macht das unruhig. Aber dann sagt sie einfach: Ich habe zu dem Passnamen keine Verbindung, deshalb der „Spitzname“ – oder: Es hat etwas mit meiner Geschichte zu tun, ich möchte aber gerade nicht darüber sprechen. Meistens wird das einfach so hingenommen – eher wird dann an dem ungewöhnlichen Namen (Abwandlung eines oder eher mehrere anderer Namen) sich aufgehalten und nicht weiter an dem „Warum“.

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