247 Notizen: post-Lockdown-Gedanken

Es gibt derzeit mehrmals wöchentlich zum-ersten-Mal-seit-langem-Dinge: zum ersten Mal seit langem in ein Restaurant gehen etwa. Dabei passieren viele Fehler. Im Restaurant habe ich vergessen zu bezahlen, einfach weil ich den Ablauf nicht mehr gewohnt bin. Ich merke: Damit ich mit meinen zerstückelten Tagen und Zeitlücken klar komme, muss ich Abläufe regelmäßig üben. Meine Freundin ging zur Kasse und bezahlte für uns beide. Puh. Ich gehe oft in dieses Restaurant, und das Personal fand das lustig. Ich habe mitgelacht, aber eigentlich war ich fassungslos und beschäftigt mit Innenchaos.

Mein Mann war diese Woche immerhin drei Tage physisch im Büro. Mein Kind tatsächlich in der Schule. („Findest du den Weg zur Schule überhaupt noch?!“) Das hatten wir erstmals seit Mitte März 2020. Ich hatte Stille in der Wohnung, keine Zoom-Geräusche oder lautstarke Telefonate. Tage sind so viel leichter, wenn ich mich unbeobachtet fühle und mich nicht Alltagsgeräusche um mich herum immer wieder in Aufregung versetzen.

Ich bin geimpft. Diese Woche habe ich den letzten Covid-Test machen lassen – ab nächster Woche brauche ich das nicht mehr. Fühlt sich gut an. Am meisten freut mich, dass die Gastronomie wieder loslegt – denn erst jetzt habe ich gemerkt, wie gern ich essen gehe und im Biergarten sitze.

Wie geht’s Dir nach Covid?

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